Freitag, 27. März 2015

Scottish oatcakes : 12 shades of golden-grey.



Bist du ein Hafer-fan? Ik ben dol op haver! Ich liebe Haferflocken in meinem Frühstück als Müesli, oder gekocht als Porridge, und auch in Cookies oder in Crumble... es gibt zahllose Möglichkeiten irgendwo Hafer rein zu kippen und sofort den lekkerheitsgehalt von einem Gericht zu erhöhen!
Und während ich das hier schreibe sehe ich das es noch viel Aufholbedarf gibt: ich habe zwar ein Haferflocken-Müesli verbloggt, aber noch nie meine favorite Oatmeal Cookies oder nicht mal mein Thermomix-Porridge.
Prima, da habe ich für einige neue Blogposts schon die Inspiration!

Einmal war ich erst in Schotland. Leider. Ich würde sofort mein Koffer packen und wieder hinreisen wenn ich jetzt könnte. Schotland fühlt sich so vertraut und gemütlich an wie ein alter Regenmantel. Und die Gummistiefel dazu! Die wunderschönste Variationen von Grau gibt es in diesem Land zu bewundern. 50 shades of grey sind nichts dagegen *lol* aber in Aberdeen habe ich hunderttausende Abstufungen von Grau erlebt ... eine schöner wie die andere.
Was das schottische Grau mit oatcakes zu tun hat? Das bemerkst du wenn du sie ausrollst und backst: sie sind nicht golden, sondern eher gräulich in Farbe. 12 oatcakes, 12 shades of grey eben!

In Schotland gibt es oats zum Frühstück, zur Mittags-und Abendessen und für zwischendurch. Absolutely my thing! Hafer ist billig, sättigt fantastisch und wächst gut auf dem kargen schottischen Boden. Billig ist immer gut: Holländer können die Knauserigkeit von Schotten sehr gut standhalten! Eine von diesen wunderbare, sehr schlichte und sehr billige schottische Spezalitäten sind die traditionelle oatcakes. Eine Art cracker aus pur Hafer. In Prinzip ist es übrig gebliebener Porridge vom Frühstück, geknetet, dünn ausgerollt, als Kekse ausgeschnitten und gebacken.
In seine Einfachkeit nicht zu überbieten. Die oatcakes schmecken ausgesprochen gut zu Käse, sind aber auch mit Marmelade aus Orange oder schwarze Johannisbeere ein Traum .... WENNN du auf Hafer stehst!

Wie es schmeckt? Nun, nach Hafer eben. Mürbe, etwas krümelig und sehr mild. Eher neutral, und deswegen wunderbar um zu würzige Hartkäsen wie Cheddar zu genießen. Neugierig geworden? Hier geht es zur Rezept >>>>>>



OATCAKES

Du brauchst für ca. 12 oatcakes von 5cm ø:

200 g Hafermehl
75 g feine Haferflocken
1/4 TL Meer-oder Steinsalz
1/4 TL Rohrzucker
75 g Butter 
75 ml kochendes Wasser
1/2 TLNatron oder backpulver (Weinstein)



Dieses kalte Frühlingswetter fragt nach wärmende Speisen. Hafer ist nr.1 was Energie und Wärmespender angeht. Deswegen esse ich es auch so gerne Porridge zum Frühstück.
Abends dann die oatcakes mit cheddar und eine Suppe ... yummie. Davon könnte ich leben!



Ich habe Demeter Nackthafer  für dieses Rezept benutzt.  Das ist vollwertiger Hafer ohne den harten Spelz, der kann sofort (im Thermomix) gemahlen werden.
Wenn du keinen Thermomix hast oder eine andere Möglichkeit um selber Hafermehl her zu stellen, dann kannst du es ganz einfach aus zarte Haferflocken selber im Behälter von einem Stabmixer mahlen.
Weil Hafer viel Fett enthält können nicht alle Getreidemühlen das Korn vermahlen, es klebt leicht.  

Im original Rezept aus The Guardian, das ich etwas angepasst habe, werden die oatcakes dicker gebacken. Ich persönlich mag sie dünn und knuspriger. Aber das kannst du ganz nach deinem Geschmack handhaben.

1. Backofen vorheizen auf 200° O/U Hitze. 
2. Mahle den Hafer im Thermomix auf Stufe 10 in 40 Sekunden. Ohne Thermomix benutzt zu fertiges Hafermehl oder zu Mehl gemixte Haferflocken.
3. Mische die 75 g Haferflocken und das Hafermehl und röste die Mischung in einer Pfanne (am besten Gusseisen) mit schweren Boden, stetig rührend, bis es anfängt leicht nussig zu riechen. 
4. Die geröstete Hafermischung im Mixtopf geben, die Butter in Würfelchen zufügen, Salz, Zucker und Natron ebenfalls reingeben. 
5. Das Wasser zum Kochen bringen und kochend-heiß auf die Masse geben.
6. In 20 Sekunden auf Stufe 6 zu einem leicht klebrigen Teig mixen. 

Ohne Thermomix:
Hafermehl und Flocken nach dem rösten in einem Rührschüssel mit dem Salz, die Zucker und das Natron verrühren.
Kochendes Wasser über die Butter gießen und danach alles im Schüssel mit einem Holzlöffel verrühren bis ein klebriger Teigball entsteht. 


7. Den Teig kurz mit den Händen glatt kneten und auf ein Stück Backpapier oder eine Backmatte Teller-groß ausdrücken. Ein zweites Stück Backpapier oben drauf legen und mit dem Rollholz den Teig schön dünn ( ca. 3 mm) ausrollen. 

8. Mit einem Glas oder eine Keksform von ø 5 cm Kreise ausstecken. Die Rohlinge auf einem mit Backpapier oder Backmatte ausgelegtes Backblech setzen und in der Mitte vom vorgeheizten Backofen in ca. 20 Minuten backen. Ich habe meine oatcakes auf dem Zauberstein gebacken, da geht es noch schneller und sie werden absolut perfekt! Nicht zu lange backen und nicht dunkel werden lassen! 
Die oatcakes bleiben relativ blass und farblos. Aber so soll das sein. Das land mit Hunderttausend Schattierungen von Grau hat auch ein oatcakes-grau und genau so sollten die cracker aussehen!


9. Die oatcakes vorsichtig auf einem Gitter setzen und abkühlen lassen. Oppassen: sie sind zerbrechlich!

Wenn die Hafer-Plätzchen kalt sind kannst du am besten mit Käse servieren. Ich habe hier herrlich würziger Cheddar (aus Leicestershire) dazu genommen. Die Kombination ist perfekt!

Mit Marmelade schmecken sie auch sehr gut, dann aber eine kräftig abschmeckende Sorte wählen wie Orangen oder schwarze Johannisbeere.

Ich esse die aber auch pur. Ohne nix. Weil ich eben ein oatsfreak bin!





Kommentare:

  1. wieder was neues zum testen......ich liebe Haferflocken. Machst du das Hafermehl aus Haferflocken im Thermomix ??

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